Antichrist

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Im Neuen Testament (NT) ist der Antichrist (Demiurg, Satan) der Widersacher Christi aus der christlichen Apokalyptik und verbreitet - angeblich - falsche Lehren vor der Rückkehr Christi.

Wirkungen und Zeichen des Antichristen führt das Neue Testament wie folgt auf:

Der Antichrist soll sich als Christus ausgeben, zum Abfall vom Glauben verführen, die Gesetzlosigkeit anpreisen, ins Verderben führen, der Widersacher sein, sich über Gott erhöhen, sich an Gottes Stelle setzen, sich als Schöpfergott ausgeben und der Lüge durch Machttaten, Zeichen und Wunder zur Weltherrschaft verhelfen.


Der Antichrist im Neuen Testament

In den Evangelien und Gemeindebriefen

Der Antichrist tritt in den meisten Evangelien und Gemeindebriefen der Urchristen nicht offenkundig zu Tage. Antichristen werden dort als „falsche Gesalbte“, „falsche Propheten“, „falsche Lehrer“ oder „falsche Apostel“ bezeichnet. Selbst Jesus soll ihr Auftreten in der synoptischen Apokalypse vorausgesagt haben:

„Wenn nun jemand zu jener Zeit zu euch sagen wird: «Siehe, hier ist der Christus! Sieh, da ist er!», so glaubt es nicht. Denn mancher falsche Christus und falsche Prophet wird sich erheben und Zeichen und Wunder tun, so dass sie auch die Auserwählten verführen würden, wäre es möglich. Ihr aber, seht euch vor! Ich habe es euch alles zuvor gesagt!“


Vertreter des Antichristen wurden und werden als vom Teufel oder von Dämonen verführte und besessene Menschen bezeichnet. Sie werden jedoch nie als Antichristen, sondern als Beliar, „der Böse“, diabolos, Satan, „Fürst der Welt“ oder Luzifer bezeichnet.

Alle Namen bezeichnen den Demiurgen. Er soll der direkte Widersacher Gottes und kein menschlicher Gegenspieler sein. Nur ihm unterstehen alle universalen und weltlichen Mächte.

In den Johannesbriefen

1 Joh 2,18ff: Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
1 Joh 2,22ff: Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. Was ihr gehört habt, das bleibe in euch.
1 Joh 4,2-4: Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.
2 Joh 7: Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus im Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.

In der Johannesoffenbarung

In der von jüdischer Apokalyptik beeinflussten Offenbarung 1,19 stellen göttliche Visionen des Johannes dem was ist, dem was geschehen wird gegenüber. Die Zukunft setzt sich dabei aus drei großen Zyklen (jeweils aus sieben Visionen bestehend) zusammen in denen Jesus Christus der ist, den Gott zur Weltherrschaft und Vollstreckung seines Planes bestimmt hat.
Kapitel 12 der Johannesoffenbarung stellt den mythischen Kampf und Sturz des - aus der babylonischen Mythologie bekannten - „Drachen“ dar.

"Und es wurde gestürzt der große Drache, die alte Schlange, die da heißt Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt."


Der Antichrist im mittelalterlichen Adsos Kompendium

In diesem - um 950 von Montier-en-Der verfasstem Kompendium „Libellus de ortu et tempore Antichristi“ („Büchlein von Ursprung und Zeit des Antichrist“) - wird der Antichrist nicht wie Christus von einer Jungfrau geboren, sondern soll von Juden - aus dem Stamm Dan - abstammen wobei der Teufel an seiner Zeugung als Incubus beteiligt sein soll. Weiter heißt es:

das er in Babylon geboren werde, in Bethsaida und Chorazim aufwachse, von falschen Propheten erzogen und von Dämonen umschwärmt werde. Er soll sich beschneiden lassen, sich zum allmächtigen Gottessohn erklären und den Jerusalemer Tempel wieder aufbauen.
Von diesem Tempel aus soll er seine Weltherrschaft durch Terror, Wunder und Bestechung errichten, seine Boten in die Welt senden, Könige und Völker bekehren, Orte - an denen Jesus wirkte - zerstören und nicht konvertierende Christen ermorden. Erst wenn der letzte Frankenkaiser seine Insignien der Macht niedergelegt habe, werde seine Macht unendlich sein.
Die wiedergeborenen biblischen Propheten Henoch und Elija werden dreieinhalb Jahre vorher die Gläubigen warnen. Dann werde er die Propheten töten und die Christen weitere dreieinhalb Jahre lang verfolgen.
Erst wenn fast die gesamte Menschheit sein Zeichen auf der Stirn trage und ihn als ihren Messias anerkenne würde Christus oder der Erzengel Michael erscheinen und ihn auf dem Ölberg in einer letzten Schlacht vernichten.
Den vom christlichen Glauben abgefallenen blieben dann noch 40 Tage zur Umkehr. Dann erfolge das Endgericht.


Luther und der Antichrist in Papst und Papsttum

Martin Luther führte nachfolgende - auch heute noch gültige - Indizien als antichristliches Wesen des Papsttums auf:

  • Der Papst stelle seine Autorität über Gottes Wort!
  • Der Papst macht sich anstatt Jesus Christus zum Kirchenherrscher!
  • Der Papst beansprucht die Weltherrschaft gegenüber Kaisern und Königen (heute auch Politiker)!
  • Der Papst tyrannisiert die Gewissen der Gläubigen mit zahllosen willkürlichen und schriftwidrigen Gesetzen: dazu zählen das Zölibat, der Zwang zur Beichte, der Entzug des Laienkelches beim Abendmahl und vor allem dessen Deutung als Opfer.

Bei Nichteinhaltung dieser Gesetze droht der Papst bzw. das Papsttum den Christen ewigen Heilsverlust an. Papst und Papsttum regieren also mit Angst anstelle von Nächstenliebe.

Zu einem späterem Zeitpunkt fügte Luther als weiteres Indiz die Vermischung von weltlicher und geistlicher Macht hinzu.

Aus der Vermischung von weltlicher und geistlicher Macht folgt unvermeidbar die unersättliche Habsucht und Korruption des Klerus. Durch Papst und Papsttum bekämpfe und zerstöre der Teufel die drei Stände Obrigkeit, Kirche und Familienhaus.

Es gibt nur wenige, von Lutherischen Theologen verfasste, Schriften zum Antichrist. Andreas Osiander erörterte ihn 1524 in einem Traktat ausführlicher. Luthers Schmalkaldische Artikel von 1537 erklärten:

„Darum, so wenig wir den Teufel selbst als einen Herrn oder Gott anbeten können, so wenig können wir auch seinen Apostel, den Papst oder Endchrist, in seinem Regiment als Haupt oder Herrn leiden.“
– Der vierte Artikel: Vom Papsttum


Der Antichrist im Antikem Judentum

In der Hebräischen Bibel, dem Tanach, gibt es keine dualistische Vorstellung vom Kampf zwischen Gut und Böse. Allerdings gibt es in den Schriftrollen vom Toten Meer (200 v.-70 n. Chr.) Hinweise auf zwei antimessianische Gestalten, die im Dienst Belials stehen. Nach der Kanonisierung des Tanach (um 100) erscheint der Anti-Messias in jüdischen Texten als Armilus.
Allein „durch den Hauch seines Mundes“ (Jes 11,4) wird der Messias ihn besiegen.

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